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About Varied / Hobbyist Member Gray16/Female/Germany Group :iconhyena-fans: Hyena-Fans
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Enjoy the predator sketches and drawings! I have practice my art now.
Here is my YT account: www.youtube.com/channel/UCM7gL… (No videos yet)
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Es war genau das, was Dean schon immer mal haben wollte. Jetzt war es zum Greifen nah. Er stand vor der Bibliothek und überlegte lange, ob er es tun sollte. Dann marschierte er geradewegs hinein und hielt es in der Hand, ganz fest, überlegte noch einmal kurz. Schließlich ging er hinüber zur Kasse und bezahlte.

Dean hatte sich ein Witchboard besorgt. Damit hatte er auch schon so einiges vor: Er wollte echte, richtige Geister rufen! Mit einem stolzen Grinsen auf dem Lippen verließ Dean den Laden und lief zur nächstgelegenen Bushaltestelle. Es war ein wunderschöner, kühler Sommertag. Die Ferien hatten begonnen, und nun hatte er genügend Zeit für sein neues „Spielzeug“. Er freute sich mächtig und begann, sich vorzustellen, wie es wohl ist, mit Geistern zu reden. Und was für Fragen er stellen könnte... Da gab es eine Menge, was Dean wissen wollte, doch war er sich nicht sicher, ob es klappen würde. Und vielleicht würde danach sogar etwas Gruseliges passieren? Eventuell sogar nachts, wenn er schlief? Dean schüttelte diesen Gedanken schnell wieder von sich. Nein, das durfte einfach nicht passieren. Dean stieg in den gerade angekommenen Bus und setzte sich auf einen freien Platz. Das Witchboard hielt er fest bei sich in der Hand. Er starrte hinaus. „ich weiß genau“, begann er zu denken, „dass es euch gibt. Irgendwo da draußen gibt es euch.“


Zuhause war Dean so neugierieg, dass er das Board sofort ausprobieren musste. Er setzte sich auf den fleckigen, alten Teppichboden seines Zimmers und legte die rechte Hand auf das kleine Holzbrettchen. „Jetzt“, dachte er gespannt, „jetzt ist es gleich soweit.“ Er räusperte sich. Dann begann er, vorsichtig und leise zu sprechen. „Ist da wer?“ Er schluckte und holte Luft. „Wenn ja, so antworte er mir bitte!“ Zuerst vergingen nur Sekunden, doch aus den Sekunden wurden Minuten. Und nach 30 min Wartezeit ließ Dean seufzend die Holzplanchette los, auf der sein Mittel- und Zeigefinger die ganze Zeit gelegen hatten. Er lehnte sich zurück und bließ sich eine Strähne von der Stirn. „Das wird so nichts“, seufzte er enttäuscht.

Nach 3 weiteren Versuchen ohne Erfolg legte Dean das Brett schließlich ganz weg, unter sein Kissen und legte sich in sein Bett. Er war müde und enttäuscht. Doch er konnte nicht schlafen. Also holte er das Witchboard unter seinem Kopfkissen hervor und knipste das Licht an – eine kleine Lampe, die auf seinem Nachttisch stand. „Bitte lieber Gott“, bettelte er betend, „Schick die Geister doch zu mir...“ In genau diesem Moment begann das Licht seiner Lampe zu flackern. Es erlosch, und mit dem Licht erlosch auch Deans Mut. Zitternd nahm er seine Taschenlampe zur Hand, schaltete sie an und legte einen seiner zitternden Finger auf die Planchette. Da kam ihm ein Gedanke, der ihn schmunzeln ließ. „Gott“, sagte er nun etwas lauter, „bist du da?“, er versuchte, seiner Stimme einen mutigen Klang zu geben. Ihm stockte der Atem.

Die Planchette bewegte sich! Sie steuerte geradewegs zu dem Buchstaben I, und das Wort „ich“ ergab sich. Dean hockte da, starrte einfach nur auf die Holzplanchette und zitterte. „Ich bin Gott“, schrieb er auf einen kleinen Zettel, „Dein Vater!“ Genau das hatte ihm dieser Geist oder was auch immer es für ein Wesen war gesagt – über das Brett. Sicherlich so einer, der sich als den so mächtigen Gott ausgab. Dean stellte ihm allerlei Fragen. „Ja,“ sagte der Geist, „ich weiß, wie grausam Tierquälerei ist. Und dann erhalten diese furchtbaren Leute auch noch so viel Lob von ihrem Chef... Ich könnte dir so viel erzählen, Dean, auch über dich. Ich kenne dich seit du auf der Welt bist. Und ja, ich weiß genau was du jetzt denkst... Die Leuchttafel, die du bekommen hast, hast du zum deinem 5. Geburtstag erhalten. Ich weiß, ich...“ Dean konnte sich nicht mehr länger bremsen. Èr schrie auf. „Woher weißt du das?!“, rief er laut, „woher weißt du das alles, woher kennst du meinen Namen...“ er wurde wieder leiser und verstummte schließlich ganz. Dann legte er seinen Zeigefinger erneut auf die Planchette. „Hast du Angst? Vor mir brauchst du keine Furcht zu haben. Ich bin Gott. Bei mir bist du sicher.“ Aber Dean fühlte sich alles andere als sicher. „Ich weiß, du möchtest das Brett gerne weglegen... doch warte noch einen kleinen Moment. Vor exakt 2 Jahren hast du versucht, Magie anzuwenden. Das möchte ich nicht. Lass es bleiben, denn es ist gefährlich. Gute Nacht.“ Die Planchette rutschte hinüber auf das Wort „Ende“ Und tänzelte über den Rand des Witchboards. Deans Herz klopfte immer noch wie wild. Er schwitzte vor Aufregung, doch er war froh und stolz. Mit einem sanften Lächeln verbag er das Witchboard wieder unter seinem Kissen und legte sich darauf. Er schloss zufrieden die Augen und schlief ein. Doch im Traum hörte er eine dunkle, furchterregende Stimme: „Ich bin der Zahn in der Dunkelheit, mein ist die Stärke, die Lust, die Kraft...“ dann ertönte ein lautes, durchdringendes „Zeig dich!“ und Dean wachte schweißgebadet auf. Er rappelte sich hoch und schnappte nach Luft. „Nur ein Traum“ flüsterte er, „Es war bloß ein alberner Traum... Ganz sicher.“

Am nächsten Tag war alles so wie immer, aber Dean war so glücklich wie noch nie. Er rief seinen Freund Ray an und erzählte ihm am Telefon alles, was er erlebt hatte – den finsteren Traum schob er zur Seite. „Bist du verrückt?“ Rief Ray, halb belustigt, halb besorgt, „das ist ganz schön gefährlich, Dean... Ich mein, so viele Leute haben schlimmes erlebt... Du weißt vielleicht, was ich meine.“ „Keine Angst“ lachte Dean, „ich habe Gott kennengelernt!“ Ray runzelte an der anderen Leitung misstrauisch die Stirn. „Gott? Ey, du spinnst!“ prustete er. Dean überhörte Rays Gelächter einfach. „Nein,“ rief er, „ich schwöre, es ist Gott! Er hat meine Gedanken gelesen, und, und... „Na, du hast ja ne Fantasie“, brummte Ray. „ich komm gleich zu dir, wenn ich darf. Dann können wir das mal zusammen machen, obwohl... Naja, ein wenig Angst hab ich schon“ Dean grinste. „Er ist nett“, sagte er, „er hat mir gesagt, ich soll keine Angst vor ihm haben.“ „Mhm“ machte Ray. Es schien ihn nicht gerade brennend zu interessieren. „Also gut“, sagte er schließlich, „Ich darf, ich komm zu dir rüber. Bis gleich.“ Dann legte er auf.


Dean legte ebenfalls auf und rannte in sein Zimmer. Er nahm das Brett unter seinem Kopfkissen hervor. „Lieber Gott,“ sagte er mit geschlossenen Augen, „wollen wir doch mal testen, was du alles weißt.“ „Pff“ machte Gott, „bin ich hier dein Versuchskaninchen?“ „Nein nein“ Dean bereute, was er gesagt hatte. War Gott nun wütend auf ihn? Es ergab sich das Wort „Nein“ und darauf ein „Ich bin nicht wütend. Aber lass mich demnächst mit deinen dämlichen Tests in Frieden. Hörst du?“

Dean legte das Brett zur Seite, doch nach ein paar Minuten wollte er wissen, ob Gott ihm nicht vielleicht noch etwas zu sagen hatte. Und das hatte er. „Hey“ kam es, „ich war noch nicht fertig!“ „Entschuldigung“, brummte Dean. „Hast keinen Respekt vor mir?!“ Dean schob eine Augenbraue hoch. Er seufzte und dachte nach. Konnte das wirklich Gott sein? „JA“, ergab es sich, „natürlich bin ich Gott. Pff, ist doch wohl...“ weiter kam er nicht. Dean ließ die Planchette los. Sein Freund war hereingekommen. „Du fängst ja schon ohne mich an“, rief er von weitem, „Na, was sagt Gott so?“ Er redet komisch“, murmelte Dean, „Gar nicht so, wie er eigentlich reden sollte“ „Mh“ machte Ray. Er rieb sich das Kinn. „frag ihn mal, ob er ein Alien ist“. Dean schaute ihn überrascht an. „Wieso das denn?“ „Keine Ahnung“, grinste Ray, „ist mir gerade so eingefallen“. Dean schob Ray das Brett vor die Füße. „Hier, sagte er und zwinkerte seinem Freund zu, „mach du doch!“ „Nee“ Ray verschrenkte die Arme, „stell du ihm Fragen, du kennst ihn am besten!“ „Also gut...“ seufzte Dean. Doch die Planchette bewegte sich bei der Frage, ob es im Himmel Spaghetti gab, keinen Zentimeter, und auch auf die Frage, ob es Gott denn gut ginge, nicht. „Hmmm“, überlegte Dean, „Weil du dabei bist vielleicht. Er ist bestimmt nervös und weiß nicht, was er sagen soll“. Er grinste. Ray saß ihm mit skeptischem Bick gegenüber. „Naja“, sagte er, „nettes Spielzeug, aber...“ „Spielzeug? Das ist kein Spielzeug!“ Dean nahm das Brett und drückte es sich fest vor die Brust. „Es ist ein magisches, besonderes Brett! Und kein Spielzeug.“ Ray lehnte sich zurück und starrte seinen Freund gelangweilt an. „Hast du Cola?“ versuchte er abzulenken. „Klar.“ Dean stand auf und ging in die Küche. Er kam mit einer großen Colaflasche wieder. „Danke“ sagte Ray.

Die beiden Jungen beschlossen, das Brett in Ruhe zu lassen und eine Runde hinauszugehen.

Nachdem sich Ray dann am Abend veraschiedet hatte, war Dean nur noch auf das Brett aus. Er holte es hervor und begann mit allen möglichen Fragen. Dann huschte der Alptraum erneut in seine Gedanken. „Ich weiß, welche Frage dir nun im Herzen brennt, mein Junge“ sagte Gott, der Deans Gedanken gelesen hatte. „Der Alptraum... Den hat dir der böse Satan geschickt.“ Dean erschrak. „Satan?“ „ja“, antwortete Gott, „Satan!“


Sie redeten und redeten, und Dean schloss Gott in sein Herz, immer mehr und mehr vertraute er ihm. Doch er kannte Gottes Gedanken nicht, die dieser vor ihm verbag: „Vertrau du mir nur, Junge... Vertrau du mir nur!“

Es verging noch eine ganze Weile, bevor Dean dann schlafen ging. „Gute Nacht, Gott!“, rief er dem Brett zu und legte es unter sein Kopfkissen. Dann ging er in sein Bett.


Magie“, flüsterte er, „merkt er es wohl, wenn ich...“ Da passierte es. Dean begann so heftig zu zittern, dass er Krämpfe bekam. Er hatte keine Ahnung, woher dieses Zittern kam. Er begann zu schluchzen, als er merkte, dass es nicht aufhörte. Er war in eine Falle getappt, noch dazu eine Falle Gottes, und aus der würde er womöglich nie wieder herausfinden. „Ha!“ ertönte eine Stimme in seinem Kopf, „Haha! Was haben wir denn da Schönes? Du wolltest Magie anwenden? Jaa? Ooooh... Tja, habe dich erwischt, Kleiner... Ich bin so toll und so super, ha!“ Die Stimme begann zu flüstern. „Und jetzt sag ich dir mal was, Kleiner... Ich werde dich TÖTEN. Du Sünder, ja, SÜNDER!“ Dean zitterte immer noch heftig und die Tränen rannen ihm über die Wangen. „Gott“ rief er, „Gott, nein! Bitte! Tu das nicht! Bitte Gott!“ „Mhmhmh“, machte Gott gehässig, „weißt du was, Dean? Ich sehe dich. Ich sehe deine Furcht, und ich sehe jedes, ja, jedes... Jedes einzelne Haar... Und ich bin so sauer, dass ich sie dir allesamt ausreißen möchte!!“ Dean wollte laut nach seiner Mutter rufen, doch er konnte nicht. „ Das lässt du mal schön bleiben!“ brüllte die Stimme, „zitterst du nicht schon schlimm genug?! Soll ich das Zittern verstärken? Solange bis du daran stirbst?? SOLL ICH?!“ Dean kämpfte. Es kam ihm so vor, als würde er bereits mit dem Tod ringen, doch in Wirklichkeit kämpfte er mit der Angst, einer grausamen, schlimmen Angst. „Hrr hrrr hrrr!“ lachte Gott. Es war ein heiseres, düsteres Lachen. Und es klang furchtbar unheimlich. „Haaach, jaaa, hab schon laaaange nicht mehr so viel Spaß gehabt... Kleine Menschlein quälen macht nunmal immer Spaß. Für mich ist das alles ein Spiel... Du wirst mich nie wieder los, Dean. Du hast mich gerufen. Du wolltest mich kennenlernen... Das hast du nun davon, Kleiner Bastard!“ Dean begann, noch stärker zu zittern. „Ich werde sterben“, murmelte er keuchend. „Ich werde... sterben“ „Jaaa“, mischte sich die Stimme dazwischen, „wirst du... ich mache dich fertig, Kleiner Loser!“ Und daraufhin wieder dieses heisere Lachen. Dann machte es „Rtsssch!“ Und Dean hatte eine blutende Wunde am Hals. „Arrrgh!“, machte er, dann rief er laut ind verzweifelt in Gedanken: „Gott, bitte, verletz mich nicht noch stärker! Du tust mir so weh...Ich verspreche, ich werde dich nie wieder enttäuschen! NIE wieder!“ „Grrr“, machte Gott, „Die Wunde hast du dir verdient, Knirps. Aber ich bin nunmal auch gnädig... Ich lass dich mal schlafen... Aber erst, nachdem du 3 Mal gebetet hast, und zwar LAUT!“ Dean betete, 3 Mal ingesamt. „Lauter!“, rief ihm die Stimme jedes Mal zu. Dann kam die Rettung. „Brav“, sagte Gott höhnisch, „jaa, braver Junge, gut so. Jetzt darfst du schlafen. Gute Nacht...“

Dean rieb sich seine blutende Stelle und hörte mit einem Mal auf zu zittern. Es war vorbei, doch er stand unter Schock. Am nächsten Tag erschien er nicht zum Frühstück und seine Mutter machte sich allmählich Sorgen. Doch als sie nach ihm schaute, bekam sie den Schreck ihres Lebens: Das Bett, blutverschmiert. Und der Hals ihres Sohnes erst.


Dean wachte im Krankenhaus auf, wo er mit 5 Stichen genäht werden musste. Seine Mutter war ebenfalls da. „So, wollen wir doch mal sehen, was du alles aushältst!“ War das erste, was er hörte, nachdem er aufgewacht war. Dean übergab sich. Er keuchte. „Ich bin spitzeee!“ schrie Gott. Er lachte laut und schallend. „Ich werde sterben“, jammerte Dean, „Gott... Er quält mich. Er hat einfach eine unglaubliche Macht, er ist so stark... Und er ist grausam.“ „Unsinn!“, rief seine Mutter, „Gott ist gut. Mein armer Schatz... Was ist nur mit dir geschehen?“ „Nichts.“ Dean versuchte zu lächeln. „Ich habe Gott kennengelernt, das ist alles.“ Deans Mutter reagierte nicht, nahm den Satz nichtmal richtig wahr. Stattdessen holte sie etwas, um das Erbrochene wegzuwischen. „Wenn du wieder zuhause bist, erzählst du mir alles, ok? Ich möchte wissen, was passiert ist.“ „Das“, sagte Dean schwach, „Das kann ich dir auch jetzt erzählen. Gott war da, er hat mich bedroht, und ich...“ „Hör endlich mit Gott auf!“ funkte ihm seine Mutter genervt dazwischen, „Was auch immer für ein Wesen es war, es war ein grausames. Vielleicht ein Dämon?“ „Nein!“, sagte Dean laut, „es war auf jeden Fall...“ Da ging die Tür auf und sein Freund Kenny kam herein. Dean kannte Kenny aus der Schule. Nun war dieser gekommen, um ihn zu besuchen. „Alles in Ordnung?“, fragte Kenny betroffen. Dean versuchte zu lächeln, doch es gelang ihm nicht recht. „Ich habe mit Gott geredet. Er ist fies und furchtbar grausam, und er ist ein Sadist...“ „Das musst du geträumt haben“, meinte Kenny, „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott so grausam ist. Was macht dich denn so sicher, dass er es ist?“ „Naja“, machte Dean, „Er kann Gedanken lesen, er spricht auch mit mir über meine Gedanken... und er ist unglaublich mächtig, wenn nicht sogar allmächtig. Er...“ „Schizophrenie“, seufzte Deans Mutter, „auch das noch!“ „Nein!“ Dean versuchte, sich im Bett aufzurichten, „Das ist keine Schizo... was auch immer.“ „Schizophrenie“ wiederholte seine Mutter, „Aber keine Angst, ich werde dich nicht in die Psychiatrie schicken. Noch habe ich Hoffnung, dass es von alleine aufhört. Oh, mein armer Junge!“ Sie seufzte und drückte ihren Sohn, gab ihm einen Kuss auf die Wange und sagte: „Ich muss jetzt gehen, es ist noch viel zu tun. Aber morgen komme ich wieder. Ich verspreche es dir!“


Dean war alleine. Zwar hatte er furchtbare Angst, dass Gott ihm etwas tun würde, doch gleichzeitig war ihm irrsinnig langweilig. „Gott“, sagte er schließlich in Gedanken, „Was?“ brummte dieser. „Ich möchte so viel über dich wissen. Bitte, erzähl mir etwas, mir ist so langweilig.“ Gott seufzte. „Dean, Dean, Dean... du kleines, naives Menschlein... Und du glaubst wohl, ich bin so nett und erzähle dir was gegen deine scheiß Langeweile?!“ „Schon gut“, sagte Dean. „Nein nein“, rief Gott plötzlich, „ich erzähle dir was. Ich mache Naturkatastrophen und Krankheiten, und ich kontrolliere das Tun und Handeln der Menschlein, ich bin für alles Leben verantwortlich... Und weißt du, was ich noch kann?“ Der Junge spürte einen heftigen Schmerz im Auge. Instinktiv fasste er es mit der Hand. Er spürte, wie es ihm hervorquoll. „Gott!“ Dean konnte seine eigene Gedankenstimme wahrnehmen, das tat er sonst nicht. Aber diesesmal rief er so laut, dass er genau hörte, was er sagte. „Keine Angst, das war nur ein Vorgeschmack. Brauchst doch keine Angst vor'm lieben, lieben Gott zu haben. sch, sch, sch....“ Gottes Stimme klang auf einmal so vertraut, dass sie Dean ein wenig beruhigte. „Vorgeschmack“ dachte er. Was das wohl für ihn bedeuten mag? Doch nicht etwa... Schlimmeres? „Aber nein“, sagte Gott in einem gehässigen, höhnischen Ton, „schlimmeres als diese Wunde würde ich dir niemals antun, nie, niemals.“ Er lachte heiser. Doch dann begann er, heftig zu stöhnen. „Was ist los?“ fragte Dean erschrocken. „Mhh...“ machte Gott, „Nichts. Ich bin gerade auf etwas ganz besonderes scharf...“ Dean prustete los. Gott hatte ihn gezielt zum Lachen gebracht. „Ich kann das sogar“, fügte Gott hinzu. Der Junge musste wieder ein wenig lachen.


Als Dean wieder zuhause war, wurde bereits in der Schule heiß über sein nächtliches Erlebnis diskutiert, und bald wusste die ganze Klasse von der Nacht, die Dean wohl nie wieder vergessen würde. Immer wieder stellte er Gott fragen, auch in der Schule, und manchmal brachte Gott ihn auch zum Lachen. Die beiden wurden Freunde, und Dean war mächtig stolz darauf. Jeder hatte Freunde, doch er hatte einen ganz besonderen.


Als Dean an der Schule angekommen war, wurde er gleich von Kenny und Ray begrüßt. Dean erzählte ihnen alles mögliche über Gott, wie er wirklich war und was er dem Jungen für Scherze erzählte. Doch mitten im Gespräch sprach wieder die bekannte, dunkle, männliche Stimme zu ihm. „Halt die Schnauze“, sprach Gott. „Wartet mal eben...“ Dean deutete auf seinen Kopf, „ich glaube, da hat mir jemand was ernstes zu sagen.“ Er wandte sich ab. „Gott, was ist los?“, fragte er. „Ich hab keinen Bock mehr auf dein Gelaber!“ fauchte ihn die Stimme an, „die ganze verdammte Zeit redest du von mir, du Penner!“ „Aber Gott...“ rief Dean erschrocken, „wir sind doch Freunde...“ „Wie bitte?“ Gott klang überrascht. „Wir... Freunde? Pah!“ Dann war nichts mehr zu hören. „Gott?“ rief Dean noch einmal, aber er erhielt keine Antwort. „Mh...“ machte er enttäscht und drehte sich zu Kenny und Ray. „Alles ok?“ Fragte Ray. „Ja, aber Gott scheint heute schlechte Laune zu haben. Ich weiß nicht, was los ist mit ihm...“ Da ertönte plötzlich eine bekannte Stimme. Es war Dirk, ein Schüler aus einer der höheren Klassen. „Na, du Gottesflüsterer?“ er lächelte. „Gibts was neues von deinem Gott?“ „Leider nein.“ Dean wandte sich wieder seinen Freunden zu. Doch Dirk ließ nicht von ihm ab. „Nun? Wo ist das Geld, das du mir versprochen hast?“ Er packte Dean angriffslustig am Kragen. „Hey!“ rief dieser verzweifelt, „lass mich los!“ „Lass Dean in Ruhe, oder du bekommst es mit mir zu tun!“, Rief Kenny. Ray stürmte los, um seinem Freund zu helfen. „Na, dein Gott kann dir jetzt auch nicht mehr hel-...“ da ertönte ein „Urghs!“, und Dirk ließ Dean los. Dirk hatte beide Hände um seinen Hals gelegt und keuchte, er rang nach Luft. Die anderen umherstehenden Schüler sahen ihn erschrocken an, einige legten betroffen die Hand vor den Mund. Etwas unsichtbares schubste Dirk zur Seite und verpasste ihm eine harte, schallende Ohrfeige. Er begann, aus Leibeskräften zu schreien, doch das half ihm auch nichts. „Rrrritsch!“, und das Blut rann ihm blitzschnell aus dem Hals. Gott hatte direkt auf seine Halsschlagader gezielt. Eine weitere Ohrfeige gab Dirk den Rest, und er stürzte zu Boden. Dort bildete sich rasend schnell eine Blutpfütze. Alle Schüler rannten schreiend davon und Dirk... verblutete. „Wow“, flüsterte Ray beeindruckt, „das ist wirklich Gott! Er hat Dirk getötet!“ „Gott...“ diesesmal sprach Dean, sodass ihn seine Freunde hören konnten, „Danke für deine Hilfe, aber... du hättest ihn nicht gleich töten sollen.“ „Schnauze“, brummte Gott. Dann verschwand er wieder. „Und wie sollen wir das den Lehrern erklären?!“ sagte Kenny und sah sich die sich immer mehr ausbreitende Blutpfütze an. Daneben lag der tote Dirk. „Keine Ahnung.“ Dean zuckte die Achseln.

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:iconbasakward:
basakward Featured By Owner May 29, 2014  Professional Filmographer
Thanks for watching!  Sorry it has taken me this long to say so.
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:iconmartina-ww:
Martina-WW Featured By Owner Apr 12, 2014
Thanks for faving.:heart:
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:iconoshirockingham:
oshirockingham Featured By Owner Apr 11, 2014  Hobbyist General Artist
thank you very much for faving, have a nice day to you :)
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:iconwarrior-oji:
warrior-oji Featured By Owner Mar 21, 2014  Hobbyist Digital Artist
Thanks for faving! <3
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:icongreycat17:
Greycat17 Featured By Owner Mar 22, 2014  Hobbyist General Artist
you're welcome :) (Smile) 
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